Katzenbach/Pentzold/Kannengießer/Adolf/Taddicken (Hrsg.): Neue Komplexitäten für Kommunikationsforschung und Medienanalyse - Analytische Zugänge und empirische Studien

Zusammenfassung: Medien und Kommunikation befinden sich im andauernden Umbruch. Damit einher gehen Wechselbewegungen zwischen Komplexität und Vereinfachung in den Gegenstandsfeldern sowie in den Ansätzen und Methoden der Kommunikationswissenschaft und Medienforschung. Informationsangebote vielfältigen sich in ihrer Zahl, vereinheitlichen sich aber inhaltlich. Medienhandeln nimmt einerseits sehr unterschiedliche Formen an, bewegt sich andererseits aber innerhalb einer überschaubaren Zahl von Kommunikationsmodi und Plattformen. Medienorganisationen differenzieren sich zum einen aus und fusionieren zum anderen miteinander. Ebenso gehört der Umgang mit zunehmenden Handlungsoptionen in algorithmisch sortierten Angeboten, mit wachsenden Kreisen potentieller Interaktionspartner als auch mit vorstrukturierten Kommunikationsmustern zur alltäglichen Erfahrung. Der Wunsch, die Bedingungen, Prozesse und Konsequenzen solcher kommunikativen Vorgänge und medialen Strukturveränderungen in ihrer Komplexität erfassen zu wollen, um ihre Varianz und Variabilität adäquat abzubilden und zu verstehen, führt zu Komplikationen in analytischer, methodischer und forschungspraktischer Hinsicht. Es scheint, als ob eine Beschränkung der zu betrachtenden Aspekte und zu untersuchenden Sachverhalte notwendig sei. Der Band setzt sich mit diesem grundlegenden, doch heute aktueller denn je erscheinenden Spannungsfeld der Kommunikationsforschung und Medienanalyse auseinander. Er versammelt dazu analytische Zugänge und konkrete empirische Studien, um mediale Prozesse und kommunikatives Handeln zwischen Komplexitätszunahme und Komplexitätsreduktion zu bestimmen.

Diese Publikation erscheint Open Access und ist lizensiert unter Creative Commons Attribution 4.0 (CC-BY 4.0).
Die persistente Langzeitarchivierung erfolgt mit Hilfe des Social Science Open Access Repository sowie der Registrierungsagentur für Sozial- und Wirtschaftsdaten da|ra.


ISSN: 2198-7610          DOI 10.17174/dcr.v4.0 (SSOAR)          Download Band 4pdf


Inhalt

Christian Pentzold, Christian Katzenbach, Sigrid Kannengießer, Monika Taddicken & Marian Adolf
Die ‚neueste Kommunikationswissenschaft‘: Gegenstandsdynamik und Methodeninnovation in Kommunikationsforschung und Medienanalyse
 

I GEBRAUCH UND GESTALTUNG KOMPLEXER MEDIENTECHNOLOGIEN

Andreas Breiter & Andreas Hepp
Die Komplexität der Datafizierung: Zur Herausforderung, digitale Spuren in ihrem Kontext zu analysieren

Andreas Bischof & Michael Heidt
Die Verkomplizierung des Komplexen. Die Technisierung von Kommunikation in der Genese von Medientechnik

Sigrid Kannengießer
Fair produzieren und reparieren: Versuche der Komplexitätsbewältigung in einer globalisierten und mediatisierten Welt
 

II KOMMUNIKATIVE KONSTELLATIONEN IN KOMPLEXEN MEDIENUMGEBUNGEN

Peter Gentzel
Mobilkommunikation in Werbebildern: Kommunikations- und Mediengeschichte zwischen Komplexität und Vereinfachung

Katja Kaufmann
Mobil, vernetzt, geräteübergreifend: Die Komplexität alltäglicher Smartphone-Nutzung als methodische Herausforderung

Bernadette Kneidinger-Müller
Die neue Mehrdimensionalität interpersonaler Kommunikation. Kommunikatives Handeln im Spannungsfeld zwischen Mobil- und Face-to-Face-Kommunikation

Mario Anastasiadis, Jessica Einspänner-Pflock & Caja Thimm
Vereinfachung oder Verflachung? Politische Kommunikation auf und mit Twitter aus Sicht politisch interessierter Nutzerinnen und Nutzer

Imke Hoppe, Ines Lörcher, Irene Neverla & Bastian Kießling
Gespräch zwischen vielen oder Monologe von einzelnen? Das Konzept ‚Interaktivität’ und seine Eignung für die inhaltsanalytische Erfassung der Komplexität von Online-Kommentaren


Katzenbach, C., Pentzold, C., Kannengießer, S., Adolf, M., & Taddicken, M. (Hrsg.) (2018). Neue Komplexitäten für Kommunikationsforschung und Medienanalyse: Analytische Zugänge und empirische Studien. doi: 10.17174/dcr.v4.0


Diese Publikation erscheint Open Access und ist lizensiert unter Creative Commons Attribution 4.0 (CC-BY 4.0).
Die persistente Langzeitarchivierung erfolgt mit Hilfe des Social Science Open Access Repository sowie der Registrierungsagentur für Sozial- und Wirtschaftsdaten da|ra.